- 19:00 Uhr Propter Homines Aula, Canisianum, Tschurtschenthalerstraße 7
Otto Nicolai
Libretto Salomon Hermann von Mosenthal
Komisch-phantastische Oper in drei Aufzügen
Programmheft
Personen:
SIR JOHN FALSTAFF (Bass): Ivo Köll
HERR FLUTH (Bariton): Victor Dublyansky, Simon Unterhofer
HERR REICH (Bass): Simon Sandbichler
FENTON (Tenor): Samuel Strobl
JUNKER SPÄRLICH (Tenor): Andreas Schmid
DR. CAJUS (Bass): Ivan Huber
FRAU FLUTH (Sopran): Tirza Gloger, Anna Matsuda
FRAU REICH (Mezzosopran): Julia Weber, Maria Ploner
JUNGFER ANNA REICH (Sopran): Lena Garber, Lea Peer, Khrystyna Voloshyn
SUFFRAGETTEN: Lena Garber, Lea Peer, Khrystyna Voloshyn
Musikalische Leitung: Dorian Keilhack
Regie: Angelica Ladumer
Assistenz: Michaela Stocker
Ausstattung: Magdalena Hilpold
Bühnenbau, Technik und Beleuchtung: Micha Beyerman
weitere Termine: 27.03., 28.03. und 29.03.2025
Der Eintritt ist frei, freie Platzwahl ohne Reservierungen
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Inhaltsangabe
1. Akt
Auf dem Hof zwischen den beiden Häusern der Familie Fluth und der Familie Reich treffen sich die beiden Frauen und müssen sehen, dass sie beide dieselbe Nachricht erhalten haben: Eine übergriffige Liebeserklärung und schamlose Aufforderung zum Ehebruch, verpackt in die üblichen Formulierungen des männlichen Balzverhaltens. Natürlich aufgebaut auf die Einmaligkeit des Liebesabenteuers mit der einen Einzigen – der Absender ist niemand anderer als Sir John Falstaff. Die beiden Freundinnen beschließen, den Schwerenöter einzuladen und dann bloßzustellen. Rache ist süß und kann auch lustig sein. Gleichzeitig will Frau Fluth ihrem krankhaft eifersüchtigen Mann eine Lektion erteilen. Die beiden Ehemänner kommen nach Hause, Herr Reich flankiert von zwei Verehrern seiner schönen Tochter Anna, dem reichen Junker Spärlich, der nicht viel mehr im Kopf hat, als brünstige Liebesseufzer, und dem skurrilen französischen Dr. Cajus, der seinen französischen Akzent kultiviert, um sich ein gewisses Flair zu geben. Das Thema der Herren – selbstverständlich die Liebe und vor allem die Treue der eigenen Frau. Der junge Fenton tritt auf und bittet Herrn Reich um die Hand seiner Tochter Anna. Er hat nichts aufzuweisen aus der Sicht des Vaters, weder Geld noch einen zweifelhaften Doktortitel. Aber er hat ihre Liebe. Dennoch wird er vom sturen Herrn Reich, dessen Favorit Junker Spärlich ist, harsch abgewiesen.
VERWANDLUNG
Die beiden Frauen bereiten voller Lust das Stelldichein vor, das für Falstaff zur Falle werden soll. Gleichzeitig wurde Herr Fluth von Frau Reich anonym in Kenntnis gesetzt, dass seine Frau einen Liebhaber erwarte. Sir John tritt siegessicher auf, doch als er zur Tat schreiten will – er ist nicht gerade der sanfteste Liebhaber –, werden die beiden plangemäß von Frau Reich gestört, und die beiden Frauen verstecken Sir John Falstaff zu dessen Schmach unter der Schmutzwäsche. Schließlich ab in die Waschmaschine mit ihm! Die vereinigten Männer treten rachedurstig auf, wutschnaubend Herr Fluth – um nichts zu finden, denn Sir John ist ja bereits im Hauptwaschgang der seelischen Reinigung und nicht auffindbar. Daher wird nichts mit dem Inflagranti-Erwischen und Herr Fluth steht als begossener Pudel da.
2. Akt
In der Gaststube von Sir Johns Stammlokal erleben wir Falstaff in Depression und schon angetrunken. Das missglückte Liebesabenteuer hat unseren Helden schwer gedemütigt. Allerdings steigt die Laune gleich wieder, als er erneut eine Einladung von Frau Fluth erhält. Sofort hält Falstaff sich wieder für unwiderstehlich, und als ein Schwall von anderen Herren auftritt, gerade am Weg zur Jagd, singt er für sie ein wunderbares Sauflied voller Lebensfreude Diese Jagd allerdings ist von Herrn Fluth organisiert, der – immer noch misstrauisch – Sir John Falstaff auf den Zahn fühlen will: Statt auf der Jagd zu sein, schmeichelt er sich unter falschem Namen bei Sir John ein, um ihn über Frau Fluth auszufragen. Sir John, der schon die Demütigung des Vortags vergessen hat, trägt dick auf und beschreibt dem wütenden Ehemann sein florierendes Verhältnis mit dessen Frau.
VERWANDLUNG
Im Garten der Familie Reich schleichen die beiden erfolglosen Freier von Anna durchs Gebüsch, um die Angebetete alsbald mit ihren Liebesbezeugungen gewinnen zu können. Doch sie werden stattdessen unfreiwillig Zeugen einer innigen Liebesszene zwischen Anna und ihrem Geliebten Fenton. Die beiden konkurrierenden Favoriten der Eltern müssen ohnmächtig einsehen, dass elterliche Protektion gerade eben nicht zur wahren Liebe führt.
VERWANDLUNG
Noch einmal zurück in das Zimmer von Frau Fluth, die abermals Sir John zum nächsten Stelldichein gebeten hat. Auf geht’s zum zweiten Teil der Lektion. Wieder kommt Frau Reich und warnt die beiden vor dem wutschnaubenden Ehemann, der eben nicht auf der Jagd ist, sondern glaubt, den Liebhaber nun endlich zur Strecke zu bringen. Doch die beiden Frauen stecken Sir John Falstaff in Frauenkleider und geben ihn als alte Verwandte aus. Um ungeschoren davonzukommen, muss Sir John wohl oder übel diese Posse mitmachen und räumt wieder erfolglos und gedemütigt das Feld.
3. Akt
Im Hause Reich werden die Ehemänner nun endlich von ihren Frauen in die Spielchen, die sie mit Sir John spielen, eingeweiht. Es kommt zu einer heißen Versöhnung zwischen dem eifersüchtigen Fluth, der ebenso heiß liebt, wie er eifersüchtig ist, und seiner lebenslustigen Frau. Zu viert beschließt man, in einem riesigen Verwirrspiel im Wald von Windsor den liebestollen Falstaff endgültig zu bekehren. Die Eheleute Reich beschließen jeder für sich, den jeweilig eigenen Favoriten für den Schwiegersohn zur heimlichen Eheschließung zu verhelfen. Die kluge Anna jedoch beschließt ihre beiden Eltern an ihren Nasen herumzuführen und in ihre eigene Falle tappen zu lassen, um letztendlich ihren Willen und damit Fenton zu bekommen.
VERWANDLUNG
Nach einem wunderschönen Mondaufgang kommt Falstaff, nach den Wünschen von Frau Fluth selbst mit Hirschgeweih als mystische Jägerfigur verkleidet, liebesdurstig zum endlich sich erfüllenden Stelldichein. Als Feen und Nymphen verkleidet, narren und necken ihn die Verschwörer. Anna und Fenton aber nützen die Chance und geben sich in der Waldkapelle das Jawort. In der Klarheit der Nacht werden letztendlich die wahren Gesichter gezeigt und man darf sich erkennen, wie man wirklich ist. Alle finden zu einer großen Versöhnung. Was doch die Nacht nicht alles kann! Was doch wir Menschen für Narren sind!